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Junge Immobilienkäufer

„Auch bei uns im Norden sind Immobilienerwerber deutlich jünger als noch vor zehn Jahren. Das hat mehrere Vorteile: Die Käufer profitieren früher und länger von der Immobilienpreisentwicklung. Zudem haben sie Vorteile bei der Finanzierung“, sagt Jörn Weise, Abteilungsleiter Immobilien der Volksbank Raiffeisenbank eG. Eine aktuelle Auswertung bestätigt den Trend. Dabei zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. So waren Erwerber beispielsweise in Sachsen-Anhalt besonders jung, während die Zahlen von Hamburg und Berlin den Altersschnitt nach oben ziehen. Die Analyse offenbart neben dem unterschiedlichen Alter der Erstkäufer auch Unterschiede bei der durchschnittlichen Kredithöhe. Im Durchschnitt aller Bundesländer sinkt der Altersschnitt in ganz Deutschland von 48 auf 39 Jahre. Einer der wesentlichen Gründe ist die Niedrigzinsphase, denn Sparen lohnt sich derzeit kaum, während die Abzahlung einer eigenen Immobilie aufgrund der niedrigen Baufinanzierungszinsen so günstig ist wie nie. In Sachsen-Anhalt waren Erwerber im Jahr 2017 im Schnitt 13 Jahre jünger als im Jahr 2007. Das östliche Bundesland hat sich damit innerhalb von zehn Jahren vom Schlusslicht zum Tabellenführer entwickelt. Auch die Finanzierungssummen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland stark. Hamburger nehmen für die Finanzierung einer Immobilie im Schnitt 353.000 Euro auf. Das durchschnittliche Darlehen liegt damit rund 150.000 Euro höher als vor zehn Jahren und verzeichnet 2017 einen bundesweiten Rekord. Dieser Spitzenwert erklärt sich durch die hohen Immobilienpreise in der Hansestadt. Im letzten Quartal 2017 wechselte eine Hamburger Wohnung im Schnitt für 3.627 Euro pro Quadratmeter den Besitzer, das entspricht rechnerisch bei einer 90 Quadratmeter großen Wohnung einem Kaufpreis von 326.000 Euro. Im Hamburger Umland liegen die Preise je nach Entfernung zum Teil weit niedriger.

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