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Maklerprovision: So wirkt sich die Neuregelung aus

Kurz vor Ende des vergangenen Jahres trat das neue Gesetz zur Regelung der Maklerprovision in Kraft. Danach zahlen Käufer jetzt höchstens die halbe Provision. Was hat seit dem sich verändert? Wo zeigen sich Vor- oder Nachteile? „Zeit, Bilanz zu ziehen“, sagt Jörn Weise, Leiter der Immobilienvermittlung VReG.
Deutschland bildete, was die Entlohnung des Immobilienmaklers angeht, bisher einen Flickenteppich. Damit ist jetzt Schluss: Das neue Maklergesetz hat erstmals einheitliche Regeln für ganz Deutschland festgeschrieben. Weil die Provisionsregelungen sich früher an der Ortsüblichkeit orientierten, sind die Veränderungen durch das neue Gesetz regional unterschiedlich, je nachdem welche Provisionsregelungen dort vorher üblich waren. In vielen Regionen Deutschlands zahlten Käufer früher die volle Maklerprovision, unabhängig davon, ob sie den Makler beauftragt hatten oder nicht. Dazu zählten Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen und teilweise Niedersachsen. In den übrigen zehn Ländern, zu denen auch Schleswig-Holstein gehört, teilten sich Verkäufer und Käufer fast überall schon immer die Provision. Deutliche Effekte sind nach der Neuregelung besonders dort spürbar, wo die Provisionsteilung neu ist. In den übrigen zehn Ländern zeigen sich nur geringe Auswirkungen. Laut einer Studie zahlten Käufer 2020 bundesweit im Schnitt noch fünf Prozent für den Makler, jetzt sind es nur noch 3,5 Prozent.
Grundsätzlich zeige sich, so das IW-Institut in Köln, dass Makler bessere Preise erzielen und auch schneller verkaufen können als Privatverkäufer.
Die Politiker verfolgten mit der Neuregelung auch die Absicht, die in Deutschland hohen Kaufnebenkosten zu senken. Zu denen gehören aber nicht nur die Maklerprovision, sondern auch die Kosten für Notar, Grundbuch und Grunderwerbsteuer. Kritiker bemängeln, dass eine Senkung der Grunderwerbsteuer, die in Schleswig-Holstein 6,5 Prozent des Kaufpreises beträgt, mehr Wirkung erzielt hätte.

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